"Im from Peru" - "Im from Finland" - "My home country is Poland" - "Italy" - "I came here from Denmark" - "Portugal" - "New York".
So und ähnlich klang es, als ich meine internationale Gruppe von 32 Austauschstudierenden aus aller Welt kennen lernte. Nachdem ich eine unglaubliche erste Jahreshälfte (die gefühlt sicher ungemein viel länger war) in den USA verbringen durfte, hatte ich die Chance nach meiner Rückkehr nach Wien im September, 32 von ingesamt weit über 200 Austauschstudierenden zu betreuen.
Nachdem ich noch etwas nervös am "Welcome Day" vor über 200 Austauschstudierenden meine Begrüßung formulierte: "...and so a few months ago, I was in the same position as you are...and it turned out I had a wonderful time. I cant wait to get to know as many of you as possible, especially the ones in my group." bin ich nun in der Situation viele der damals noch fremden Gesichter, nun genauer zu kennen.
Es war mit Sicherheit der beste Job, den man sich wünschen kann und wahrscheinlich auch den ich jemals haben werde - aufregende Ausflüge, ob in die Schokoladenfabrik oder auf die Burg Falkenstein, wo bei einer Adlershow die beeindruckenden Tiere (die übrigens einen Hasen bis zu drei km weit scharf sehen können - also geringfügig besser als ich) gefährlich nah über die Köpfe strichen!
Auch der weiße Uhu der einem am Ausgang tschüss sagte, war lustig anzusehen!
Es war alles dabei - Wandern, Schlossbesichtigungen, Schnitzeljagd mit lustigen Fotoaufgaben (ja eine besonders kreative Truppe hat einem Fiaker- Pferdegespann Bier gefüttert und sich fotografieren lassen - oder sich rund um einen Kinderwagen aufgestellt - wobei das Baby die Papiere in der Hand hielt und ihnen den Weg zeigte).
Einer meiner Highlights war auch, als wir netten Tutoren (wir sind nämlich die allerbesten), den Austauschstudierenden "österreichische Trachtenkleidung" zum Anziehen hingelegt haben und sie anschließend Walzer tanzen ließen - definitiv die beste Schnitzeljagdstation!
Ansonsten habe ich diesen Monat wieder meine erste ungemein kompetitive WU Prüfung abgelegt:P
In der Hoffnung unter denjenigen zu sein, die dann in meine Wunschspezialisierung aufgenommen werden. Am Freitag wird die Liste am Institut aushängen und ich hoffe sehr diesmal meine Matrikelnr. darunter zu finden, nachdem es im Wintersemester letzten Jahres nicht geklappt hat.
Insgesamt war der erste Monat in Wien super (wenn man von der ungemein stressigen Wohnungssuche absieht - eine Situation in die ich mich in keinster Weise zurückwünsche) und ich kann sehr dankbar sein, danke der vielen Action und tollen Möglichkeiten und lieben Leute die ich kennengelernt hab, auch vom Heimweh und dem "Amerika vermissen" ein bisschen abgelenkt wurde ;)
Nach und nach trudeln nun alle Leute ein, und das Semester geht los....ich bin schon sehr gespannt!
"...wenn man von der ungemein stressigen Wohnungssuche absieht - eine Situation in die ich mich in keinster Weise zurückwünsche..." Das kann ich verstehen. Aber! Es wird immer wieder Situationen in Leben geben bei denen der Ausgang ungewiss ist. Ja mehr noch, es wird Situationen geben in die man sich begiebt, obwohl sie die Gefahr des Scheiterns beinhalten. Deshalb: sollte man sich optimieren mit diesen Situationen realistisch und positiv umgehen. Ebenso mit dem Ergebnis dieser Situationen. Man darf sich freuen, wenn sie gut ausgegangen sind. Man muss wieder aufstehen wenn sie schlecht ausgegangen sind...
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